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Entwicklung der Stadt Münster
Münster gehört nach (Haase 1984) zum Typus der Mutterstadt in Westfalen.
Als
Sitz des Bischofs und als späterer Vorort (neben Soest, Dortmund
und Osnabrück) der Hanse in Westfalen war und ist es politisches und
wirtschaftliches Zentrum des Münsterlandes.
Wie in Minden, Paderborn und Osnabrück war auch in Münster,
im damaligen Mimigernaford, die Bischofskirche auf einer sächsischen
Burg errichtet worden. Der friesische Missionar Liudger war mit der
Missionierung der Sachsen von Karl dem Grossen beauftragt worden und
Mimigernaford diente ihm als Ausgangsbasis. Erste Erwähnung Liudgers als
Bischof von Münster findet sich im Werdener Cartular aus dem Jahre 805. Im
allgemeinen wird jedoch das Jahr 793 als Gründungsdatum für das monasterium angenommen. Um das Monasterium herum siedelten sich die
Ministerialen und Handwerker an. Siedlungsetappen waren die Domburg, die
Entwicklung eines Marktes im 9. Jahrhundert, das Suburbium Überwasser
Liebfrauen nach Weichbildrecht nach 1040 und eine neue Marktsiedlung nach
1121 im Westen der Domburg.
klein
[Münster]Münster. M=Markt, R=Rathaus, 1=Bispinghof,
2=Kloster Überwasser, 3=Lambertikirche, punktierte Fläche=Domburg
(Kroeschell 1960, S. 132)
[l]
5#5
Unterabschnitte
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stern89
2001-09-09