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Geschützt wurde die Stadt durch eine äußere
Stadtmauer, die vermutlich aus der Mitte des 12. Jahrhunderts
stammte. In der bereits erwähnten Urkunde Bischofs Ludwigs aus dem Jahr 1169
ist von der ,,inneren Burg``, der Domburg die Rede.
Dies impliziert das Bestehen einer äußeren Burg.
Erstmals erwähnt wurde sie in einem
Bericht über die Auseinandersetzungen der ministeriales et cives
Monasterienses um die Nachfolge des Bischofs Herman II. 1203. Die
Stadtmauer umfaßte nicht nur die Domburg und den Bispinghof, sondern auch die
Marktstraßen östlich der Domburg und das Suburbium Überwasser auf der linken
Seite der Aa. Sie umschloß ein Gebiet von etwa 103 ha und öffnete sich an
zehn Toren. Mit 103 ha war Münster die flächenmäßig größte Stadt Westfalens,
gefolgt von der damals bedeutendsten Stadt Soest (101 ha), Dortmund (81 ha),
Paderborn (66 ha) und Minden (50 ha).
Osnabrück reichte erst in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhundert mit der
Neustadtgründung in der Größenordnung von 102 ha an Münster heran.
stern89
2001-09-09