Vorausgegangen waren mehrere Versuche, den Grundriß der verschwundenen Mauer im Stadtbild sichtbar zu machen: Angela Bohnen markierte den Mauerverlauf versuchweise mit roten und blauen Betonstreifen, Gerwin Zohlen tat dies in ähnlicher Weise mit einem in den Boden eingelassenen Kupferband und das Kunstamt Kreuzberg verließ sich lieber auf Pflastersteine. Dies blieben jedoch einzelne Versuche, die nicht weiter verfolgt wurden. Desweiteren gibt es die von Kohlhoff erarbeitete Mauergedenkstätte an der Bernauer Straße und ein 1,3 km langes, unter Denkmalschutz stehendes Stück Mauer entlang der Spree, die sogenannte «East-Side-Gallery».
Es wurden 35 KünstlerInnen, bewußt nur aus Berlin, zu diesem beschränkten Wettbewerb eingeladen. Das Verhältnis Ost zu West sollte eigentlich ausgewogen sein, doch waren schließlich nur 10 KünstlerInnen aus dem Osten Berlins berücksichtigt worden. Eingeladen wurden KünstlerInnen, die möglichst das ganze Spektrum künstlerischer Betätigung abdecken würden, d. h. BildhauerInnen, MalerInnen, FotografInnen, etc., um vom traditionellen Denkmalsgedanken in Stein oder Metall wegzukommen. Von den 35 eingeladenen KünstlerInnen sandten 32 einen Entwurf ein. Insgesamt reichten von den Vorschlägen nur sehr wenige an bekannte Denkmalformen heran. Die Jury entschied sich im Herbst 1996 für 7 Arbeiten, die zur Ausführung empfohlen wurden. Es dauerte über ein Jahr, bis angefangen wurde, die prämierten Arbeiten zu realisieren.