Nächste Seite: Wirtschaftliche Verflechtung
Aufwärts: Ahlen
Vorherige Seite: Privilegien und Rechtstitel
  Inhalt
Die Bevölkerungszahl der Siedlung stieg mit dem Ausbau eines Befestigungswall
ab der Mitte des 12. Jahrhunderts stetig an. Die Gewährung von
Markrechts- und Gerichtsprivilegien während des 13. Jahrhunderts zog
besonders Kauleute und Bauern an, die sich der Hörigkeit des Landlebens
entziehen wollten, wie es der Brief von Bischof Dietrich III. an die Städte
Münster, Warendorf, Beckum und Ahlen von 1224 zeigt.
Es existieren keine geprüften Einwohnerzahlen für das 13. Jahrhundert,
doch spricht die Gründung einer
zweiten Pfarre St. Marien 1285 für eine Stadt mittlerer Größe im Westfalen
dieser Zeit, in dem es insgesamt 18 Städte mit zwei oder mehr
Pfarrsprengeln gab.
Vermutlich waren die meisten Ahlener jedoch Ackerbürger. Die
Feldmark außerhalb und innerhalb der Stadtummauerung lassen auf eine
Bewirtschaftung durch die Bürger selbst schließen und weniger auf einer
Bewirtschaftung durch Bauern außerhalb der Siedlung.
stern89
2001-09-09