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Telefongespräch vom 16.7.2001: Gleisdreideck totes Gebiet, Bühne, weiter
großer Bahnhof, wenig Menschen, kommen meistens zum Abholen von Paketen,
U-Bahnkreuz funktionierte nicht, Bühne, Choreographie, Rahmann
kommunizierendes Wasserbecken, Gruppen von Menschen mit blauen Overalls,
Arbeiter der BVG, Pendant dazu in den drei Dressmen, Rot = Signalfarbe,
größter Kontrast zu den blauen Overalls, Kommunikation mit den Arbeitern,
Wortspiel im Titel Dressmen, Kontrast von Titel und Anzug, Versuche eines
kommunikationsstifetenden Gegenparts zu den Arbeitern, keine strenge
Performance, teilweise choreographiert, an markanten Punkten stehen die drei
Männer, Treppen, vor den U-Bahntüren, am Wartehäuschen, teilweise auch nur
lose herumstehend (12 Stunden im kalten Regen!), Bühne Büro Berlin, erste
gemeinsame Veranstaltung des Büro Berlins unter dem Titel, drei Künstler habe
das abgesprochen, nehmen durch die örtliche Nähe bezug aufeinander und
reagieren teilweise aufeinander, sind aber nicht miteinander verpflochten,
1978 bereits ein nicht-realisiertes Projekt einer akustischen
Direktübertragung vom Bahnhof in einer naheliegende Fabrikhalle, (statt dessen
wurden veränderte U-Bahnpläne in der Halle aufgehängt - JA? oder waren das
die EInladung für 1980???), Plakate wurden als Einladung verschickt,
Ansprechpartner war aber die Passagiere, Neuinszenierung, weil die Realität b
ereits als Akteur bezeichnet wurde, der Bahnhof Bühne ist, also bereits eine
Inszenierung ist, Die Wirklichkeit ist der größte Schauspieler, Bahnhof war
still mit wenig Betrieb, stille des Theaters, Ruhe, Bahnhof als Bühne, es
wurde alle dokumentiert, über 100 Fotos, ephemer Kunst die in den Archiven
weiterlebt (besonders bei Pitz! Fotograf!), Buch wurde 1986 herausgegeben,
1987 emotope als forführung des büro berlin, 1989 nicht realisierte
konzeptuelle arbeit, nicht 1983 aufgelöst, finte von oitz zur promotion
seiner eigenen künstlerischen arbeit, die drei dressmen waren
künstlerkollegen, ein schriftsteller und zwei maler.
Beschreibung: In Szene setzen sich drei Männer,
die in roten Overalls auf dem Bahnsteig ohne festes Schema hin- und
herlaufen. Sie bleiben stehen, beobachten, gehen weiter. Die roten OVeralls
erinnern an die Blaumänner der von Handwerkern, so wie sie die
U-Bahn-Arbeiter auch tragen. Sie heben sich zwar farblich von ihrer Umgebung
ab, fügen sich
Männer im roten Overall - Tradition seit
Moholy-Nagy (Derenthal, Ludger, in Schneede 1991, S. 12); vorher bereits
eine ähnliche Aktion, wo Florian Kleinefenn, Raimund Kummer, Boris Nieslony
und Hermann Pitz in Käln unter dem Titel ,,Arbeiten in der Stadt``
zu bestimmten Situationen und Arbeiten in der Stadt trafen. Das Publikum
konnte per Anrufbeantworter erfahren, wo was gerade geschieht und sie dann
dabei beobachten. Tägliche Konfrontation mit dem U-Bahnhof Gleisdreieck
(Lützowstraße in der Nähe - im Blickfeld der Lützowstr. 2) ,,Die
Inszenierung bestand aus diskreten Eingriffen, die auf die Architektur, die
Funktion des Bahnhofs bezogen waren. Kummer entwarf dazu, in Fortentwicklung
seiner Situationsmarkierungen, bewegliche Markierungen auf den Bahnsteigen.
Drei «Dressmen`` (Kummer) wurden in rote Overalls gekleidet, als
Komplement zu den gelegentlich in blauen Overalls arbeitenden
U-Bahn-Mechanikern. Den drei roten Männern war für die Dauer der Aktion (von
der Ankunft der ersten bis zur Abfahrt des letzten U-Bahnzugs eines Tages)
Bewegungsfreiheit gelassen. Ihre inszenierte Anwesenheit war als Kunst kaum wahrnehmbar, erst in der dokumentierenden Photoserie und dem
Film von Klaus Tilch drängt sich die Verwendung des Bahnhofs als Bühne für
bwegte Farbakzente auf. Die Aufnahmen erinnern an das Feuerwherballett, eine
von Raimund Kummer fotografisch dokumentierte Feuerwehrübung.
...
Als
entscheidende Weiterung gegenüber den Markierungen läßt sich festhalten: die
vorgefundene Situation wurde als Bühne benutzt, aktionistische
Elementeerweitern die Möglichkeiten der Reaktion auf die Situation.``
(S. 13-4)
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stern89
2001-07-18