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Büro Berlin

1980 schlossen sich drei junge Berliner Künstler, Raimund Kummer, Hermann Pitz und Fritz Rahmann, zu einer Gruppe namens ,,Büro Berlin`` zusammen (die bis 1983 bestand). Eines ihrer Ziele war es, die Produktionsbedinungen von Kunst zu analysieren und zu verändern. ,,Die Produktionsbedingungen sind keine Begleitumstände,`` erklärt Hermann Pitz die Ausgangsbedingungen ihrer Kunst, ,,sie werden im Produkt sichtbar. Die Qualität eines Kunstwerks besteht im wesentlichen darin, die Struktur seines Zustandekommens nicht zu verbergen.``[*] Teile der Berliner Künstler versuchten seit den 60er Jahren sich von den Zwängen des Galeriebetriebs zu lösen und schufen gegen Ende der 70er Jahre im Zuge eines allgemeinen Hausbesetzerklimas eigene autonome Räume zur Präsentation ihrer Kunst. Einer dieser Räume war die ,,Lützowstraße Situation``, wo Künstler im Jahr 1979 in einem 14-tägigen Wechsel ihre eigene Ausstellung selbst organisieren konnten. Situation wurden die Räume genannt, weil es den Künstlern frei stand, die Werke ihrer Vorgänger zu entfernen oder nicht und sich dadurch eine sich kontinuerliche Weiterentwicklung außerhalb des eigentlichen künstlerischen Willens entwickelte. Aus der Lützowstraße ging die Gruppe Büro Berlin hervor.



stern89 2001-07-18